Mittwoch, März 22, 2006

Nankin-machi

Gestern war in Japan Feiertag (die Frühjahrstagundnachtgleiche - was für ein Wortungetüm), darum fiel mein Japanischunterricht aus. Ich hatte also ein wirklich langes Wochenende vor mir, das ich natürlich auch entsprechend nutzen wollte. Für Dienstag hatte ich mich mit Cari und George zu einem Ausflug nach Kyōto verabredet, und am Montag wollte ich dann einen kurzen Besuch in Kōbe unternehmen. In dieser Stadt, bei uns vor allem durch das verheerende Erdbeben von 1995 zu trauriger Berühmtheit gelangt, bin ich bislang nur einmal gewesen, und zwar zu den Luminarie im Dezember, die an eben dieses Erdbeben erinnern. Bei diesem Besuch war es in der Stadt stockdunkel, so daß ich außer der Festbeleuchtung nicht viel von der Stadt gesehen habe.
Meinem Reiseführer fällt zu Kōbe nicht wirklich viel ein, und auch Cari, die sonst immer jede Menge Sehenswürdigkeiten in der betreffenden Stadt plus den bestmöglichsten und günstigsten Weg dorthin kennt, konnte mir nur Nankin-machi empfehlen, Kōbes Chinatown.
Sehr klein, aber auch sehr interessant und so ziemlich genau das, was man sich als unbedarfter Westler so unter "Asien" vorstellt: kleine Gassen mit jeder Menge Geschäften.


Im Zentrum von Nankin-machi, d.h. an der Kreuzung der zwei großen Gassen, befindet sich ein kleiner Platz mit einem netten Pavillon, Steinskulpturen der zwölf chinesischen Tierkreiszeichen und jeder Menge hübscher Lampions. Was die Flugzeuge dazwischen zu suchen haben, bleibt mir allerdings ein Rätsel.


Wie bereits gesagt, sehr klein - einmal die lange Gasse rauf und runter, dann einmal kurz die kurze Gasse zur horizontalen, ein paar kleine Nebengäßchen, und das war es dann auch schon - die aber sehr viel "asiatisches" Flair versprühen.


Mit Restaurants, jeder Menge Freßbuden ...


... und einem Laden mit gefälschten Souvenirs aus aller Welt. Diese Hähne sollen ja portugiesisch sein. Sagt meine Mutter, die so einen zu Hause rumstehen hat.


Das Wetter in Kōbe war herrlich, zwar immer noch nicht wieder so warm wie noch vor zwei Wochen, aber auch nicht mehr so kalt, und vor allem trübte kein Wölkchen den strahlend blauen Himmel.

Cari hatte mir zwar schon gesagt, ich brauchte mir das Erdbebendenkmal nicht anzusehen, weil es da nichts zu sehen gäbe, aber ich bin doch noch hingegangen. Zum einen war es nicht weit, die Sonne lachte, und dann wollte ich die Sache doch mit meinen eigenen Augen sehen. Manche Dinge sind ja doch Geschmackssache. Ich ging also hin, sah mich kurz um und stellte fest:


Cari hatte recht.

Samstag, März 18, 2006

Neues von der Umzugsfront

Anders als vor einer Woche noch gemeldet, ist Angelica doch nicht Mittwoch, sondern erst gestern ausgezogen, und auch nicht in das Gästehaus, sondern in eine andere NOVA-Wohnung. Das hat sich sehr kurzfristig ergeben, weil sie, nachdem sie die (lächerlich geringe) Kaution schon bezahlt hatte, sich dann plötzlich doch überlegt hat, lieber doch in eine freie Ein-Personen-Wohnung von NOVA einzuziehen, sofern etwas frei und der Einzug kurzfristig möglich ist, weil sie nicht zweimal umziehen möchte.
Nachdem sich das ganze Verfahren mit der Accomodation section in die Länge gezogen hat, ging am Mittwoch dann plötzlich alles ganz schnell. Angelica ist abends zum MMC gefahren (an ihrem freien Tag), hat erst bei LS in der Outbox nachgesehen, ob eine Nachricht für sie angekommen ist, und dann, als da nichts war, sich in einer freien Bude kurz in den Computer eingeloggt und eine Nachricht gefunden, daß sie mit jemandem von LS sprechen sollte. Wieder bei LS bekam sie ihren Wohnungsschlüssel samt Lageplan ausgehändigt. Freitag ab zwölf Uhr konnte sie einziehen, und das hat sie auch gemacht. Nur ihren Futon hat sie über Nacht noch hier gelassen, den wollte sie heute abholen. Gegen elf. Jetzt ist es halb zwölf, und ich beginne zu vermuten, daß sie wieder verschlafen hat...

Kälte

Mittwoch vormittag, eine nette Dreierrunde mit sehr weit fortgeschrittenen Damen. Smalltalk zum Aufwärmen. Thema: Wie ist das Wetter bei Ihnen?

Ich mag nicht, wenn es kalt ist. Wenn es sehr kalt ist, bewegt sich mein Bauch nicht.


Frage an alle: was ist das Problem?

Donnerstag, März 16, 2006

"Ätsch!" "Ätsch!"

Ich hatte beschlossen, dieses Mal ein ganz faules Wochenende einzulegen und nirgendwohin zu fahren. Befördert wurde dieser Entschluß durch die Accomodation section, die anläßlich des bevorstehenden Einzugs von Anita aus Amerika eine neue Inspektion der Wohnung für Dienstag vormittag angesetzt hatte. Da sollte natürlich alles einigermaßen sauber sein, und diese Woche war ich mit Putzen dran, also war Montag mein Ausschlaf- und Saubermachtag. Angelica hat am Abend dann noch "ihr" Zimmer geputzt, ihre Sachen gepackt und am Dienstagmorgen am Bahnhof in Schließfächern deponiert, während ich den Rest später in meinem großen Wandschrank versteckt habe, bevor ich dann selber zum Japanischunterricht ging.
Das Wetter am Dienstagmorgen war schön, sonnig - aber kalt, denn am Sonntag hat es einen Temperatursturz gegeben, und jetzt müssen wir in der Wohnung doch wieder etwas heizen - und so packte ich kurzerhand meinen Fotoapparat ein, um mittags doch noch einmal für ein halbes Stündchen zur Burg rauszufahren und doch noch ein paar Fotos von blühenden Pflaumenbäumen vor blauem Himmel zu schießen. Der Besuch kam also völlig spontan zustande, und da ich den Akku meiner Kamera noch nicht wieder aufgeladen hatte (letzte Woche in Kyoto habe ich nur ca. 50 Bilder gemacht und auf mein Notebook überspielt - kein Grund, den Akku extra aufzuladen), dachte ich mir, ich könne Petrus oder den Naturgesetzen ein Schnippchen schlagen.


Erfolgreich, wie man sieht. Ätsch!

Aber ich sollte bald feststellen, daß sich der olle Petrus nicht so leicht überlisten läßt. Ich war wirklich nur eine gute halbe Stunde im Pflaumengarten unterwegs, und schon zogen dunkle Wolken am Himmel auf ("Ätsch!"). Während ich in der U-Bahn nach Hause fuhr, muß es sogar kurz mal geregnet haben, jedenfalls waren die beiden Futonstangen auf dem Balkon, wo ich meinen Futon am nachmittag zum Lüften ausgebreitet habe, etwas feucht.


Macht aber nichts, es sind trotzdem wunderschöne Fotos geworden.

Mittwoch, März 15, 2006

Stimmung!

Ich liiiiiebe dieses Lied!! Und nachdem ich die Seite mehrere Tage via Patricks Blog aufgerufen habe, bin ich zu dem Entschluß gekommen, daß alle meine Leser auch was davon haben sollten. Also: viel Spaß!

Kleiner Tip: alle, die wie ich beim Musikhören via PC Kopfhörer benutzen, sollten die Lautstärke etwas senken, bevor sie dem Link folgen. Mich hat's beim ersten Mal fast vom Futon gekippt.
Ach ja: und die andere Musik sollte vorher kurz abgeschaltet werden...

Freitag, März 10, 2006

Ein stressiger Tag

Der gestrige Arbeitstag bedeutete für mich Stress pur. Zuerst die Debut Demo. Es war grauenhaft, ich habe einen Fehler nach dem anderen gemacht - trotz aller Vorbereitung. Ich hatte ein paar Flashcards und Sounds ausgewählt, die Zeichnung auf dem Whiteboard schon vorher gemalt, um Zeit zu sparen, aber während der Demo war da vor allem in den ersten fünf Minuten ein großes schwarzes Loch in meinem Kopf, dessen Ereignishorizont nahezu alle Vorbereitungen geschluckt hatte. In den zweiten fünf Minuten ging es dann nur noch um Schadensbegrenzung.
Wider Erwarten habe ich aber doch bestanden. Wie und warum bleibt mir ein Rätsel, zumal André mir abends noch mit den Worten gratulierte, nicht jeder würde die Debut Demo gleich beim ersten Mal bestehen. *!?*
Ich vermute eher, daß es mit dem derzeitigen Lehrermangel im deutschen Team zusammenhängt. Jan ist schon Mitte Dezember nach Tōkyō gegangen, Carsten verläßt uns bald, und Robin arbeitet ab nächster Woche in der Verwaltung. Drei Demolehrer weniger.
Außerdem haben wir seit gestern endlich das neue Unterrichtsmaterial, zumindest für die drei Anfängerlevel. Manches ist besser, zum Beispiel können wir jetzt die Bilder aus den Lektionen einzeln anwählen und müssen sie nicht mehr mühselig auf der Skala suchen, aber jetzt müssen wir uns alle erst mit dem neuen Material vertraut machen. Nichts ist mehr so, wie es mal war, die Lektionsnummern sind auch anders, und das bedeutet, daß wir uns bei der Auswahl nur noch bedingt auf das Mark off sheet verlassen können, auf dem für jeden Schüler alle bereits durchgenommenen Lektionen markiert sind.
Wie geagt, Stress pur.
Aber: ich bin jetzt Demo-Lehrerin! Juchhu! Und ein riesiges Dankeschön an alle, die Daumen gedrückt haben!!!

Japanisch-Intensivkurs

Dienstag hat meine Japanisch"klasse" einen Ausflug nach Kyōto gemacht. Nun ist die Japanischlehrerin, Toshimitsu-sensei, der ich letztes Jahr nach einigem Hin und Her endlich zugeteilt worden bin, Anfang des Jahres für ein halbes Jahr auf einen Koordinatorenposten befördert worden, und hat zur Zeit keine Gruppe mehr. Da in einer anderen Gruppe aber ein Platz frei wurde, lerne ich jetzt bei Naruse-sensei. Bei ihr hatte ich damals meine erste richtig gute Stunde gehabt, und da der Nepalese, Sushiru-san, seit Januar in Kyōto lebt und arbeitet, ist bei ihr ein Platz für mich frei geworden. Letzte Woche nun hatte meine Lehrerin die Idee, Sushiru-san in Kyōto an seinem Arbeitsplatz, einem nepalesischen Restaurant, wo er als Koch arbeitet, zu besuchen. Da das Restaurant nicht allzu weit vom berühmten Kiyomizu-dera entfernt ist, bot es sich an, den Besuch bei Sushiru-san mit einer kleinen Besichtigungstour zu verbinden.
Mit der Keihan Line ging es erstaunlich schnell und preiswert nach Kyōto (das muß ich mir für meinen nächsten Besuch dort unbedingt merken), und wir landeten mitten in Gion, von wo aus man den Tempel bequem zu Fuß erreichen kann.

Bei meinem ersten Besuch in der alten Hauptstadt hatte ich den Kiyomizu-dera noch von einer anderen Seite aus erreicht, dieses Mal durchquerten wir den Yasaka-jinja und wanderten durch eine Vielzahl entzückender Gäßchen zum Tempel.


Nicht ohne zwischendurch in einem der zahlreichen Andenkenläden steckenzubleiben. Gegen den kleinen Hunger kehrten wir in einem japanischen Eiscafé ein, wo wir Eisbecher mit dem leckeren Grüntee-Eis probierten. Das ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber ich liebe dieses Eis!


Das Wetter war übrigens herrlich, frühlingshaft warm, blauer Himmel - und ich war in meinem Übergangs-Cordmantel dieses Mal definitiv zu warm angezogen. Am nächsten Tag habe ich ihn daher auf dem Weg zur Arbeit zu Hause gelassen und statt dessen nur den roten Jeansblazer angezogen - perfekt!
Was ich damit sagen will: Leute, es ist warm hier!!


Hier ist das Expeditionsteam zu sehen: Simone-san aus Israel, Naruse-sensei aus Japan und Ute-san aus Deutschland vor der atemberaubenden Kulissse des Kiyomizu-dera, fotografiert von einem netten Spanier. Muchos gracias!

Danach mußten wir uns allerdings etwas beeilen, denn das nepalesische Restaurant (mit dem schönen Namen "Yak & Yeti") macht von 15 bis 17 Uhr Mittagspause, also sind wir mit einem Taxi hingefahren. Dort gab es ein leckeres Hühnercurry mit Reis, einen kleinen Salat dazu und Fladenbrot. Zum krönenden Abschluß wurde uns nepalesischer Milchtee gereicht. Während ich noch vorsichtig an dem Getränk roch, wurde mir schlagartig klar, daß ich das schon mal getrunken hatte (nur ohne Milch): diesen Tee gibt es unter dem Namen Masala-Gewürztee im Eine-Welt-Laden zu kaufen.

Mittwoch, März 08, 2006

Debut Demo

Aufruf an alle: morgen um 15:10 Ortszeit (in Deutschland: 7:10) bitte alle Mann kräftig Daumen drücken, da findet meine Debut Demo statt, nach der entschieden wird, ob ich auch wirklich Demos unterrichten darf. Die Rolle des "Schülers" übernimmt ein japanisches Mitglied des Staff, das vermutlich noch nie in seinem Leben Deutsch gelernt geschweige denn gesprochen hat, und beobachtet wird das ganze von Pelaggy, einer nicht-deutschen Trainerin (die ich heute schon zufällig auf der Treppe getroffen und vorgewarnt habe), und von LS.
Ich bin schon ein bisserl nervös, das muß ich zugeben. Also: morgen früh aufstehen und um zehn nach sieben für zehn Minuten (o.k., besser: 15 Minuten) Daumen drücken!!
Und jetzt sehe ich mir gleich eine schöne DVD an, die ich heute im Videoshop gefunden habe: "Good bye, Lenin!". Der Bericht von dem Ausflug nach Kyoto muß bis morgen warten.

Accomodation section

Angelica sollte Accomodation section heute anrufen oder Accomodation section wollte ihr Bescheid geben, was nun aus dem Zimmertausch wird, so genau weiß das keiner mehr. Jedenfalls hat sie heute erfahren, daß die Entscheidung schon am 3. März gefallen ist. Die Antwort lautet "nein". Begründung: der Antrag muß in einem solchen Fall einen Monat vorher gestellt werden, und somit kam ihre Bitte ein paar Tage zu spät.
Mist, Mist, Mist, Mist, Mist.
Glücklicherweise hatte sie sich schon im Internet nach ein paar anderen Wohnungen umgesehen und gestern nachmittag einige besichtigt. In einer Woche wird sie in eine dieser Wohnungen einziehen, in ein Gästehaus, in dem sehr auf Nachtruhe geachtet wird und in dem sie wohnen kann, bis sie eine dauerhafte Bleibe gefunden hat.

Konsonanten

Jede Sprache hat so ihre Tücken mit der Aussprache der Vokale und Konsonanten, das weiß jeder, der schon mal eine Fremdsprache gelernt hat. Das gilt natürlich auch für das Japanische. "H" und "f" sind sich sehr ähnlich, werden auch mit denselben Zeichen geschrieben, und das gilt auch für das "r", das je nach Sprecher auch mal mehr nach einem "l" klingen kann. Wenn nun jemand, der des Englischen nicht hundertprozentig mächtig ist, ein englisches Wort in lateinischer Schrift und nicht in Katakana auf ein Schild in einer U-Bahn-Station malen muß, dann kann schon mal die eine oder andere Verwechslung stattfinden.


Immer wieder schön ist es mit meinen Anfängergruppen. Da ist garantiert immer einer oder eine dabei, der bzw. die sich mit der deutschen Aussprache besonders schwer tut. Eines der ersten Wörter, das wir den Leuten beibringen, ist "Frau". "F" und "r" hintereinander weg ohne helfenden Konsonanten dazwischen - gemein. Und richtig schön wird es dann, wenn sie das Wort "Frühstück" lernen: "f" und "r" plus Umlaut - richtig fies.

Montag, März 06, 2006

Naturgesetze

Vor zwei Wochen habe ich die ersten Blüten in Ōsaka-jōs Plum Garden bewundern können, und letzte Woche hatte meine Japanischlehrerin einen Zeitungsschnipsel dabei, aus dem hervorging, daß die volle Blüte in besagtem Garten für diese Woche erwartet wurde. Also hatte ich für heute einen erneuten Besuch dort geplant. Samstag und Sonntag hatten die Kälte erneut vertrieben, und gestern sind Angelica und ich bei strahlendem Sonnenschein und angenehm frühlingshaften Temperaturen zur Arbeit gegangen. Eine Schande, bei dem Wetter.
Heute bin ich also, mit meiner Kamera bewaffnet, wieder zur Burg gegangen. Ratet mal, wie das Wetter war...
Aber die Pflaumenblüte ist inzwischen tatsächlich in vollem Gange. So sah der Garten aus, als ich vom Wall aus einen ersten blick darauf werfen konnte:


Inzwischen sind fast alle Bäume aufgeblüht, und dadurch kann man wirklich erkennen, daß in dem Garten tatsächlich alle möglichen Arten von Pflaumen stehen. Vor zwei Wochen blühte es "nur" in weiß und rosa (sowie vereinzelt in Gelb), inzwischen sind zwischen blaßrosa und knallig pink alle Farbabstufungen vorhanden.


Die leuchtend pinkfarbenen Blüten haben es mir besonders angetan (und das nicht nur, weil die Farbe bei dem Regen am besten rüberkam). Die Leuchtkraft ist überwältigend.


Isses nich schön?!

Beim Durchsehen meiner Fotos am heimischen Subnotebook habe ich festgestellt, daß dieses Motiv in einer recht großen Häufigkeit in der heutigen Ausbeute auftaucht - es ist aber auch zu schön!



Fast alle Besucher des Pflaumengartens waren wettergemäß gut beschirmt unterwegs und haben ihre kostbaren Kameras vor der Nässe geschützt. Ich denke ernsthaft über die Anschaffung eines Schirms nach, nicht wegen der paar Tropfen heute, sondern wegen der Regenzeit im Juni. Am besten gleich zwei: einen in Hellblau und einen in Rot. Dann paßt immer einer zur Kleidung. ;-)


Das wäre dann mein erster Schirm seit der alte damals, im ersten Semester (lang, lang ist's her...), wegen der starken Küstenwinde nach dem zweiten Einsatz hinüber war.

Sonntag, März 05, 2006

Sphärenklänge

In Deutschland gibt es einen Verein, der darum kämpft, die öffentlichen Räume lärm- und musikfrei zu halten. Das laute Popmusikgedudel in manchen Kaufhäusern und erst recht in den "besonders" hippen Kleidungsgeschäften kann einem ja schon gewaltig auf den Zeiger gehen.
Das ist in Japan nicht anders. In den Supermärkten und Geschäften werde ich mit japanischer Popmusik (verglichen mit der "Modern Talking" schon fast der Hochkultur zugerechnet werden kann - aber auch wirklich nur fast!) vollgedröhnt, während im Namba Walk etwas bessere Popmusik gespielt, da ist auch viel Englisches dabei, aber auch das ist eigentlich zu laut.
Wenn ich dann in den Lift im Kintetsu Namba Biru (das u.a. auch das MMC von NOVA beherbergt) betrete, sind nur leise Sphärenklänge zu hören, die schon fast nicht mehr wahrnehmbar sind. Zumindest, wenn man sich mit jemand anderem im Lift unterhält. Dieselbe Musik ist dann auch auf den Korridoren und den Toiletten zu hören. Auf letzteren dann ein Ideechen lauter, aber immer noch leise.
Was habe ich da nicht schon alles gehört: Pachelbels Kanon, die Lorelei, ... Eigentlich recht angenehm, zumal in der Weihnachtszeit das Musikprogramm nicht geändert wurde und keine vergewaltigten Weihnachtslieder zu hören waren.
Aber letzte Woche wurde ich doch nachdenklich: muß man auf der Toilette wirklich das schöne Lied "Bridge Over Troubled Water" spielen?

Samstag, März 04, 2006

Indiskret

Eine sympathische Dreierrunde am Mittwochmorgen, zwei Damen und ein junger Mann. Vorstellungsrunde zu Beginn der Stunde.
Der junge Mann fragt seine Mitschülerin S.* (eine sympathische und rüstige Rentnerin): "S., es tut mir sehr leid (?!), aber darf ich Ihnen noch eine Frage stellen?" Natürlich, bitte sehr. "Wie alt sind Sie?"
Die beiden Damen beginnen zu kichern, und wenn ich mir in der Regel beim Kichern der Japaner auch nie wirklich sicher bin, was es nun zu bedeuten hat, ist der Fall hier doch eindeutig. Das ist ein klares "Ich-bin-sehr-peinlich-berührt-Kichern". Zeit, einzugreifen.
"Es gibt in Deutschland eine Regel (ich zaubere das Typing board auf den Bildschirm und schreibe den Satz zur Sicherheit auf): 'Frage nie eine Dame nach ihrem Alter!!!'"
Inzwischen hörbar erleichtertes Kichern bei den Damen, und der junge Mann sagt: "Ja, diese Regel gibt es in Japan auch..."
Argh!!!

* Der Name ist der Redaktion bekannt.

Donnerstag, März 02, 2006

BSE

Das allerschönste Beispiel für Bad Simple English überhaupt (rheinischer Superlativ in hochdeutscher Schriftweise) fanden wir aber nach unserer Ankunft in Namba auf dem Weg von der JR Station zur Midosuji Line der U-Bahn. Auf dem selben Weg, den Cari und ich allwöchentlich zur Arbeit gehen, hatte sie erstmals bemerkt, was wir für gewöhnlich übersehen, weil wir ja wissen, wie die unterirdische Passage heißt: daß bei der Beschilderung ein Fehler bei der Rückübersetzung vom Japanischen (Katakana) ins Englische passiert ist.

Noch mehr Weltrekorde

Eigentlich hatte ich ja schon am Montag meinen wöchentlichen Ausflug, diesmal nach langer Zeit wieder einmal nach Nara, unternehmen wollen, aber als ich Cari fragte, ob sie Lust hätte, mich zu begleiten, schlug sie vor, statt dessen am Dienstag zu fahren, weil George sie erst ein paar Stunden vorher dasselbe gefragt hatte und sie nicht zweimal fahren wollte. Also sind wir dann am Dienstag mittag nach meinem Japanischunterricht losgefahren (und ich konnte Montag wieder ausschlafen - auch schön!).
Unser Ziel war der Hōryū-Tempel etwas außerhalb von Nara, laut Infoblatt Japans erstes Weltkulturerbe mit den ältesten erhaltenen Holzgebäuden der Welt. Eine große Sammlung alter buddhistischer Statuen gibt es dort auch zu sehen. Zu meiner großen Freude gab es am Eingang das obligatorische kostenlose Infoblatt nicht nur in Japanisch und Englisch, sondern auch in einigen anderen Sprachen, darunter Deutsch.
Ob Weltkulturerbe oder nicht, die ganze Anlage ist riesengroß, atemberaubend schön - und sichtbar sehr alt.


Das Gebäude in der Mitte ist das Chūmon, das Mittlere Tor, errichtet zwischen der Mitte des 6. und Anfang des 8. Jahrhunderts, und links dahinter sieht man die ebenso alte große fünfstöckige Pagode, die älteste ihrer Art in Japan. Das Infoblatt sagt dazu:
Pagoden sind weiterentwickelte Formen von indischen Stupas und die wichtigsten Bauwerke in buddhistischen Tempeln, da hier die Reliquien eines Buddha aufbewahrt werden.

Schön, daß mir das endlich mal erklärt wurde. Jetzt wüßte ich nur noch gerne, was indische Stupas sind ...


Wenn man nahe an das Mittlere Tor herantritt, sieht man die Figuren der sympatischen Tempelwächter, die links und rechts des Eingangs Dienst tun. Ehrlich gesagt, sehen diese Figuren alle irgendwie gleich aus, aber bei diesen beiden Kameraden hier handelt es sich Japans älteste bekannte Wächtergottheiten aus Ton, wie das Infoblatt mitteilt.


Die Pagode ist wirklich eindrucksvoll, sieht wunderschön und sehr elegant aus. Und ich glaube gerne, daß sie mindestens 1300 Jahre alt ist.


Um ein paar typische Touristenfotos sind wir natürlich nicht herumgekommen. Hier steht eine deutsche Touristin in etwas zu dünnem Mantel (ein plötzlicher Kälteeinbruch hat die frühlingshaften Temperaturen kurzfristig wieder vertrieben) vor der Großen Vortragshalle, genannt Daikōdō. Auf dem Bild unten ist die Halle in voller Schönheit zu bewundern.


Alles in allem ein wunderschöner Ausflug in netter Gesellschaft, trotz der Kälte. Aber zwischendurch konnten wir uns in der Galerie der Tempelschätze wieder etwas aufwärmen, während wir die zahlreichen alten Statuen, Kultgegenstände und Handschriften bewunderten (und uns mangels Erläuterungen, welche Bedeutung all diese Gegenstände haben, unsere eigenen Erklärungen zurecht legten, z.B. warum die dargestellten Götter oder Krieger oder was auch immer so finster dreinschauen - ein bißchen kindisch, ich geb's ja zu, aber wir hatten unseren Spaß).
Auf dem Rückweg zur Bahnstation suchten wir ein Restaurant, um uns innerlich wie äußerlich noch einmal richtig aufzuwärmen, bevor es zurück nach Osaka ging. Nun waren wir in einem Außebezirk von Nara, wo zwar viele Touristen hinkommen sollen, es aber sehr ruhig ist und es kaum Restaurants gibt. Zumindest nicht entlang der ausgeschilderten Strecke zur Bahnstation. Also fanden wir erst gegenüber vom Bahnhof ein kleines Café, wo wir von einer sehr netten Bedienung aber ein leckeres Curry serviert bekamen.
Und während wir uns den ganzen Tag schon über mehrere Beispiele von schlechtem Englisch amüsiert haben (O-Ton Cari: "It's Katakana, not English!"), kamen wir auf dem Weg vom Tempel zur Bahnstation an einem kleinen Tümpel vorbei, neben dem weitaus sichtbar dieses Schild vor irgendwelchen Gefahren warnt.


Wir haben auf Tsunamis getippt.

Neue Mitbewohnerin

Die neue Mitbewonherin aus Amerika, die heute eigentlich hier einziehen sollte, kommt jetzt erst am 23. hier an. Und das ist auch gut so, denn "ihr" Zimmer wird seit letztem Mittwoch inoffiziell von Angelica bewohnt.
Mittwoch abend kam ich kurz nach neun von meinem Treffen mit Natsuko (die jetzt übrigens erst einmal Urlaub in Indien macht, um sich von den Abschlußprüfungen zu erholen) und dem Videoshop nach Hause, und fand Claudia und Angelica in der Küche sitzend. Letztere in Tränen aufgelöst, weil sie einen ziemlich heftigen Streit mit ihren beiden Mitbewohnerinnen Myriah und India (in erster Linie mit India) gehabt hatte. Es ging darin, kurz gesagt, um die unterschiedlichen Lebensstile. Die Diskrepanzen waren in den vergangenen Wochen immer deutlicher zutage getreten, bis sie sich am Mittwoch in einem heftigen Gewitter entluden, in dem wohl vor allem von Indias Seite einige sehr böse Worte gefallen sind.
Auslöser des Streits war ein Vorfall von der Nacht von Montag auf Dienstag, in der India und Myriah mit ein paar Freunden im Wohnzimmer gefeiert hatten, bis Angelica um drei Uhr aus ihrem Zimmer (das direkt an das Wohnzimmer grenzt und von diesem nur durch eine Papierwand und -schiebetür getrennt ist) kam und die ganze Bande gebeten hat, endlich leise zu sein, weil sie bis zu ihrer Frühschicht am nächsten Morgen zumindest noch zwei Stunden schlafen wollte.
Jedenfalls saß sie am Mittwoch abend nun heulend in unserer Küche, und da haben Claudia und ich ihr kurz entschlossen Asyl gewährt. Donnerstag hat Angelica mit Accomodation section von NOVA gesprochen, weil sie so schnell wie möglich ausziehen will. Die unserer Meinung einfachste Lösung, nämlich einfach Angelicas und Anitas Zimmer zu tauschen, erwies sich dann allerdings als nicht machbar, da zu kurzfristig. Während Angelica noch überlegte, in ein Hotel zu ziehen, bekamen Claudia und ich die Nachricht, daß Anita erst am 23. März nach Japan kommt. Damit war alles wieder offen, Angelica bleibt erst einmal in der Wohnung, und nachdem sie mehrere Tage lang den zuständigen Typ von Accomodation section nicht ans Telefon bekommen hat (Mittagspause, Meeting, Wochenende, ...), hat ihr gestern eine japanische Mitarbeiterin am Telefon signalisiert, daß es ihrer Meinung nach kein Problem mehr sein dürfte, die Zimmer zu tauschen, da jetzt bis zur Ankunft der neuen Mieterin noch drei Wochen Zeit sind. Genau das ist auch unsere Meinung, aber anscheinend gibt es da nur den einen Typen, der in dieser Angelegenheit entscheidungsbefugt ist, und heute wird Angelica wieder versuchen, ihn anzurufen. Also: Daumen gedrückt bzw. fingers crossed, daß es auch wirklich klappt. Es wäre für alle Beteiligten die beste Lösung.

Sonntag, Februar 26, 2006

Weltrekord

Heute habe ich gleich zwei Briefe aus Weißrußland bekommen. Einen von Tanja und Nastja aus dem kleinen Dorf Mlynok im äußersten Südosten, und einen von Tanja aus Družnaja im Norden der letzten Diktatur Europas.
Bei genauerem Hinsehen (in einem Fall war der Poststempel nur mit großer Mühe zu entziffern) stellte sich heraus, daß die beiden Briefe zufällig auch am selben Tag abgeschickt worden sind: am 20.12.05.
Das dürfte neuer Weltrekord sein.

Dienstag, Februar 21, 2006

Das is' aber nett!

Auf dem Weg von der Burg zur U-Bahn verspürte ich ein leichtes Hungergefühl und beschloß deshalb, mir eine Minipackung Kekse am Zeitungsstand in der Station zu gönnen. Die Verkäuferin nannte den Preis (105 Yen) und zückte eilfertig ihren Taschenrechner, um mir den Betrag zu zeigen. Ich hatte aber das Wesentliche verstanden und wiederholte "hyaku go en?", nur um sicherzugehen (und meine atemberaubenden Sprachkenntnisse zu demonstrieren, ich geb's ja zu!).
"Ah, wakarimashita?"
"Hai, chotto wakarimasu."*
Daraufhin lächelte die gute Frau noch breiter, zauberte eine Art Maoam mit Erdbeergeschmack unter dem Tresen hervor und legte es auf die Kekspackung. "Servisu!"
Das fand ich soooo nett!

*Hier die Übersetzung:
"Ah, Sie haben das verstanden?"
"Ja, ich verstehe ein bißchen."

Ume

Letzten Montag hatte ich noch vor der Abfahrt nach Himeji am Bahnhof den "Osaka Event and Tourist Guide" für Februar und März in die Finger bekommen, und darin zu meinem Erstaunen gelesen, daß die Pflaumenblüte hier schon im Januar einsetzt. Damit stand das Ausflugsziel für diese Woche fest: Ōsaka-jō (= Ōsaka Castle), bzw. der zu den Parkanlagen gehörende Pflaumengarten mit seinen gut 1.250 Pflaumenbäumen von 93 verschiedenen Arten, um festzustellen, ob mein Befund vom letzten Wochenende stimmt und der Frühling auch wirklich schon kommt.

Nachdem für Montag Regen angekündigt war, habe ich den gestrigen Tag ruhigen Gewissens zum Ausschlafen und Saubermachen genutzt. Letzteres mit bedeutend geringerem Vergnügen, aber wem sage ich das. Geregnet hat es auch wirklich in Strömen (in den letzten Wochen regnet es zuverlässig immer genau an dem Tag, an dem ich meine Wäsche mache), aber heute sollte es ja besser werden. Wurde es auch. Allerdings erst später. Noch so ein Zufall, immer dann, wenn ich (mit einsatzbereiter Kamera) zum Ōsaka-jō oder in seine Nähe komme, ist der Himmel bedeckt.
Als ich nach dem Japanischunterricht gegen halb eins am Garten ankam, war der Himmel durchgehend grau. Später dann, als ich alles gesehen und das meiste fotografiert hatte, wurde der Himmel langsam blau. Typisch.

Aber jetzt habe ich genug über das Wetter gejammert. Der erste Blick auf den Pflaumengarten sah so aus:


Wohl wirklich noch etwas zu früh. Aber - ich ließ meinen Blick ein wenig nach links schweifen - und da leuchtete tatsächlich schon was.


Die meisten Pflaumenbäume sind zwar gerade erst dabei, gaaanz langsam ihre Knospen zu öffnen, aber ein paar Bäumchen stehen tatsächlich schon in voller Blüte und duften herrlich. Einige blühen weiß, sehr viele pink, und ein paar haben auch gelbe Blüten. Bei denen war ich mir aber nicht so ganz sicher, ob das auch wirklich Pflaumenbäume sind, aber wenn sie schon im Pflaumengarten stehen...
Da die anwesenden Japaner sich auch wenig um die kleinen Zäunchen gekümmert haben und dicht an die Bäume zum Fotografieren herangegangen sind, habe ich es ihnen gleich getan und mal die Digitalmakrofunktion meiner Kamera ausprobiert.


Erfolgreich, wie ich hier voller Stolz feststellen kann.

Im Vergleich mit Himeji-jō muß Ōsaka-jō zwar zurückstehen, aber ein nettes Motiv gibt der Turm immer noch ab, auch bei grauem Himmel. Man braucht nur einen passenden Rahmen.


Die ersten Bienen waren auch schon eifrig am Honigsammeln, wollten dabei aber nur ungern fotografiert werden. Vielleicht fürchten Sie ja eine Art Industriespionage... ;-)


An einer Stelle stehen sogar schon alle Bäumchen am Wegesrand in voller Blüte. Ja, der Frühling kommt wirklich!


Nächste Woche gehe ich noch mal hin. Es soll ja erst mal so warm bleiben, und dann werden sicher noch mehr Bäume blühen. Darauf freue ich mich jetzt schon.
Aber morgen heißt es erst mal wieder: eine neue Arbeitswoche beginnt. *seufz*

Montag, Februar 20, 2006

Lost and Found

Donnerstag mittag auf dem Weg zur Arbeit: vor Verlassen der Wohnung noch ein kurzer Griff in die Jackentasche - f***, wo ist meine Monatskarte?!
Handtasche durchwühlt: Fehlanzeige.
Schuhe aus, schnell zurück ins Zimmer und den Papierstapel überprüft, den ich kurz zuvor aus der Handtasche entfernt hatte, ob sie zufällig dahineingeraten ist (obwohl ich sie doch immer in der Jackentasche aufbewahre): Fehlanzeige.
Handtasche erneut durchwühlt: Fehlanzeige.
Zum x-ten Mal in der leeren Jackentasche gesucht: unverändert Fehlanzeige.
Es half alles nichts: ich mußte sie am Mittwoch abend irgendwo zwischen U-Bahn-Station, Videoshop und Wohnung verloren haben. Mich um Ersatz kümmern oder versuchen, an der Station nachzufragen, ob sie vielleicht zufällig gefunden wurde, konnte ich an dem Tag nicht mehr, die Arbeit wartete. Das mußte bis Freitag warten, wenn ich erst um 18:40 anfange und vorher jede Menge Zeit habe.
Der Freitag kam, und als ich am Nachmittag vom Einkaufen zurückkam, war die Post schon durch (in Deutschland kommt die Post vormittags, hier kommt sie nachmittags): drei Ausgaben meiner Zeitung und eine wild mit japanischen Schriftzeichen bedruckte Postkarte, auf der ich nur meinen Namen (in lateinischen Buchstaben geschrieben, dafür fehlte der letzte Buchstabe des Nachnamens) und das Datum 15.2.2006 (=Mittwoch) lesen konnte. Ach ja, und der Absender war irgendwas mit "Osaka-Shi", die Zeichen kenne ich inzwischen.
Was konnte das sein? Ich vermutete einen Zusammenhang mit der verlorenen Fahrkarte, beschloß, die Nachforschungen einen weiteren Tag aufzuschieben und erst mal bei LS nachzufragen, was es mit dieser Postkarte auf sich hatte.
Es war, wie ich vermutet hatte: jemand hatte meine Monatskarte gefunden und dem Stationsaufseher gegeben, der sie an das Fundbüro der U-Bahn weitergeleitet hatte, die sich praktischerweise irgendwo im Gewirr der Namba-Station befand. Und da man bei Erwerb der Monatskarte immer auch Namen und Adresse angeben muß, die dann bei der Erneuerung der Karte überprüft werden, war es den Leuten ein leichtes gewesen, mich zu benachrichtigen.
Eine freundliche Mitarbeiterin von LS hat mir die Wegbeschreibung auf der Postkarte übersetzt, und am Samstag mittag bin ich dann vor der Arbeit schnell da vorbeigegangen und habe meine Monatskarte in Empfang genommen.
Das ist das schöne in Japan: in diesem Land kann man seine Geldbörse samt Monatskarte, Alien Registration Card und weiteren wichtigen Dingen in der U-Bahn liegenlassen (Barbara), und man bekommt alles wieder. Man kann die Einkäufe aus dem einen Geschäft eine halbe Stunde lang im Fahrradkorb liegen lassen, während man noch schnell in den Supermarkt geht, und wenn man dann wiederkommt, ist alles noch da (sofern das Fahrrad angeschlossen war), man kann mitten im Gedränge der U-Bahn minutenlang sein Portemonnaie in der Handtasche verstauen, und es wird nix geklaut. Und man kann seine Monatskarte verlieren, und ein ehrlicher Finder wird sie sofort dem Stationsaufseher übergeben. Und Paul scheint seine Kamera, die er im Shinkansen vergessen hatte, auch wiederbekommen zu haben.

Samstag, Februar 18, 2006

Kulinarisches

Die Satzstellung im Deutschen ist nicht ganz unwichtig, und Konjugation und Deklination sind ebenfalls nicht bloße Dönekens (ich liiiebe dieses Wort!), sondern bedeutungstragend. Beispiel gefällig?

"Ich muß koch essen."

Aufgabe an alle: was hatte der Mann wohl sagen wollen?

Dienstag, Februar 14, 2006

Himeji Kōko-en

Von der Burg sind Paul und ich also weiter zum Himeji Kōko-en gegangen, nur fünf Minuten von Himeji-jō entfernt. Eine wunderschöne Gartenanlage, bestehend aus insgesamt neun verschiedenen Gärten im Stil der Edo-Periode. Ursprünglich hatten sich an dieser Stelle Samurai-Residenzen befunden, und die neun Gärten wurden erst 1992 errichtet. Sie werden durch solche Lehmmauern voneinander abgetrennt, wie sie auch zwischen den einzelnen Anwesen der Samurai gestanden haben dürften.

Der größte Garten ist der Oyashiki-no-niwa, der Garten des Herrenhauses, in dessen Zentrum sich ein großer Teich befindet, der von einer überdachten Holzbrücke (sehr hübsch, hier allerdings nur im Hintergrund zu erahnen) und einer wie jener elegant geschwungenen Steinbrücke überquert wird.


Der Teich stellt die Seto-Inlandsee dar, und da es in dieser, wie im Oaska Aquarium gesehen, von Fisch nur so wimmelt, dürfen auch in dem Teich die Fische nicht fehlen. Über 250 bunte Karpfen (Koi) sollen es insgesamt sein, hier sind vier davon zu sehen.


Nur mäßig interessant fanden wir den Nae-no-niwa, den Garten der Setzlinge. Jede Menge kleinerer und größerer Blumentöpfe und -beete, in denen außer der bloßen Erde noch nichts zu sehen war. Auf den Schildern konnten wir dann wenigstens lesen und sehen, was in den Setzkästen dann irgendwann einmal aus dem Erdreich auftauchen wird. Aber immerhin: am Rand stand ein kleiner Weidenbaum, und was wir dort gesehen haben, sah sehr verheißungsvoll aus:

Der Frühling naht!

Weiter ging es in den Cha-no-niwa, den Teezeremoniegarten, wo man in einem kleinen Teehaus für 500 Yen an der Teezeremonie teilnehmen kann. Was wir natürlich gemacht haben.
Eins steht fest: das nächste Mal mache ich so etwas nur in Begleitung von jemandem, der sich damit auskennt.
Wir wurden gebeten, uns auf den Tatamimatten hinzuknien (Paul als Mann hätte sich vermutlich auch bequemer hinsetzen können), bekamen dann einen winzigen süßen Mochi (ein kleiner weicher Kuchen aus Reismehl o.ä., recht süß), und kurz darauf jeweils eine Schale mit Grüntee von einer in einen schönen Kimono gekleideten Frau überreicht. Immer, wenn sie uns etwas gebracht hatte, kniete sie direkt vor uns nieder, legte die Hände vor ihren Knien übereinander auf den Boden und verneigte sich tief. Vermutlich hätten wir das dann auch machen sollen, wir hatten wirklich keine Ahnung und fühlten uns entsprechend unbehaglich. Wir viele Verhaltensnormen wir da gebrochen haben, weiß ich auch nicht, Japaner sind dann ja immer viel zu höflich, es den dummen Ausländern mitzuteilen. Sußer der Frau am Eingang, die kassiert hat, haben die Leute in dem Teehaus auch nicht wirklich Englisch sprechen können, und mein Japanisch reicht inzwischen zwar für Bilderbücher, aber nicht für viel mehr.
Geschmeckt hat es allerdings, auch wenn ich keine Ahnung habe, was die mit dem Tee angestellt haben: er war etwas dickflüssiger als gewohnt, oben cremig bis leicht schaumig - und giftgrün.

Weiter ging es dann durch den Nagare-no-hira-niwa, den flachen Landschaftsgarten in den Natsuki-no-niwa, den Garten der Sommerbäume, die alle erwartungsgemäß noch laublos waren. Machte aber nichts, war trotzdem schön anzusehen, und über allem schwebte Himeji-jōs Nishi-no-maru.


Sehr gut gefallen hat mir der Matsu-no-niwa, der Piniengarten. Viel Grün, und mittendurch schlängelt sich ein Bach mit jeder Menge Koi darin.


Im Hana-no-niwa, dem Blumengarten, gab es auch noch nicht viel zu sehen, aber die ersten Narzissen versprechen den baldigen Frühling.


Auf der anderen Seite sorgte so mancher Strauch, der das Herbstende verpennt hat, für zahlreiche rote Farbtupfer. Hier im Tsukiyama-chisen-no-niwa, dem Garten mit Hügel und Teich, dem vorletzten der Gärten.


Das hier ist definitiv mein Lieblingsfoto aus dem Kōko-en. Auf das Motiv bin ich schon ein bißchen stolz...

Nachdem Paul und ich alle Gärten besichtigt und bewundert hatten, sind wir dann langsam zum Bahnhof zurückgeschlendert, haben unterwegs noch einen Happen gegessen und die Auslagen der Geschäfte bewundert. Am Bahnhof haben wir uns dann getrennt: Paul stieg als Inhaber eines Railpasses in den Shinkansen nach Kyōto, und ich in den Special Rapid Express nach Ōsaka.

Montag, Februar 13, 2006

Himeji-jō

Endlich! Heute habe ich weder verschlafen noch irgendeinen anderen Grund gehabt, nicht nach Himeji zu fahren. Wäre auch zu ärgerlich gewesen, bei dem herrlichen Wetter heute: wie angekündigt strahlender Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel zu sehen.
(Bei einer leichten Darmverstimmung wirkt eine große Tasse Rooibostee übrigens wahre Wunder über Nacht - ansonsten hätte es heute an dieser Stelle geheißen: eigentlich ...)
Also: strahlender Sonnenschein heute, das ideale Wetter, um sich ein weiteres japanisches Weltkulturerbe anzusehen: Himeji-jō, die Burg von Himeji, eine riesige Anlage und im Original erhalten. Eine Festung gab es an dieser Stelle schon lange, aber ihr heutiges Aussehen erhielt die Burg zwischen 1608 und 1618.


Ich zitiere wieder einmal meinen Reiseführer, den zuverlässigen "Rough Guide To Japan", 3. Auflage, Januar 2005, S. 614:
Of Japan's twelve surviving feudal-era fortresses, by far the most impressive is the one in the city of Himeji, 55 km west of Kōbe. (...) The splendid gabled donjons of Himeji-jō - also known as Shirasagi-jō, or "white egret castle", since the complex is supposed to resemble the shape of the bird in flight - miraculously survived the World War II bombings that laid waste to much of the city, and in 1993 it was added to UNESCO's World Heritage list.

Die Burg ist tatsächlich gigantisch, wunderschön, toll, fantastisch, oder - wie die Japaner bei solchen Gelegenheiten sagen: すごい, sugoi! Die Burg von Ōsaka ist nichts dagegen. Ich weiß zwar nicht, wie ein fliegender Reiher aussieht, aber ich glaube den Japanern die Ähnlichkeit gerne.


Die Besichtigung des gesamten Komplexes dauert etwa 90 Minuten, erfährt man am Eingang - und es stimmt! Denn bevor man durch mehrere Tore und an vielen Türmchen und Mauern vorbei endlich in den Daitenshū, den großen Hauptturm gelangt, geht es zunächst zur westlichen Zitadelle, dem eigentlichen Wohnbereich (der Hauptturm wurde nur in Kriegszeiten genutzt, und es ist auch wirklich kein sehr wohnlicher Ort), von dem allerdings nur noch der Lange Korridor (oben im Bild) und der "Cosmetic Tower" erhalten sind. Den Langen Korridor kann man besichtigen, wenn man seine Schuhe auszieht und statt dessen in ein Paar Museumsschlappen schlüpft. Brav wie ich bin, habe ich das gemacht - und beschlossen, im Hauptturm dann nur in Socken rumzulaufen, denn in etwas zu kleinen Schlappen, deren Oberseite auch viel zu kurz geraten ist, steile Holztreppen hoch- und dann wieder runterzuklettern, ist schlicht lebensgefährlich. Wie gut, daß ich ein Paar der schönen warmen, liebevoll von Oma gestrickten Wollsocken angezogen hatte!


Die Burganlage wirkt schon riesig, wenn man sich ihr von ferne nähert, und je näher man dem Hauptturm (Daitenshū) kommt, desto mehr verstärkt sich dieser Eindruck. Unten sehr hohe, dicke Mauern, und darüber schwebt dann der elegante hölzerne Daitenshū. Eine höchst gelungene Verbindung aus Funktionalität und Ästhetik.


Wie gewaltig der Daitenshū ist, kann man hier ganz gut sehen. Zumal hier jetzt "nur" einer der drei kleineren, mit dem Daitenshū durch Korridore verbundenen Türme zu sehen ist - und zum Größenvergleich ein kleines Menschlein, das seinen Eltern vor lauter Begeisterung davon gestürmt ist (im Schatten auf der Treppe).


An der Südseite des Daitenshū befindet sich eine riesige Freifläche (vermutlich früher einmal mit weiteren Gebäuden bedeckt), die einem einen schönen Blick auf die Stadt und den Bahnhof bietet. Bei sehr klarem Wetter kann man angeblich auch einige Inseln der Seto-Inlandsee noch weiter südlich des Bahnhofs erkennen, aber in der Hinsicht hatte ich heute kein Glück. Der Himmel war zwar klar, aber es war gerade Mittagszeit, da lachte im Süden die Sonne und erlaubte keinen Blick in allzu weite Fernen.

Dann ging es endlich hinein in den Daitenshū. Viel Holz, zugig, und vor allem in den unteren Stockwerken sehr dunkel - kein Wunder, daß die Burgen ständig abgebrannt sind, meinte ich zu einem anderen ausländischen Touristen. So kamen wir ins Gespräch und haben den Rest der Besichtigungstour gemeinsam absolviert. Paul hieß der junge Mann, Engländer, der seinen bei Kyotō lebenden Bruder für ein paar Wochen besucht.
Zu unserer Erleichterung haben die Japaner die 12 Jahre seit der Aufnahme von Himeji-jō in die Weltkulturerbeliste u.a. dazu genutzt, alle Ausstellungsgegenstände auch mit zufriedenstellenden englischen Erklärungen zu versehen - ganz im Unterschied zu anderen Museen. Wir sahen alte Zeichnungen, Tagebücher von Kriegern und Burgbewohnern, alte Waffen und einige Rüstungen. Diese hier hat sogar einen Bart an der Gesichtsmaske.


Ich bin mir nur nicht sicher, ob sich der Feind über den Bart zu Tode erschrecken oder totlachen sollte. Wirkt jedenfalls reichlich bizarr.
Vom obersten Stockwerk des Daitenshū hat man wieder eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt.


Hier ist die westliche Zitadelle noch einmal zu sehen. Das weiß leuchtende Gebäude in der rechten Bildmitte ist der "Cosmetic Tower", der gerade renoviert wird, und dahinter schließt der Lange Korridor an. Wie man sieht - die Burganlage ist wirklich riesig.


Und hier noch mal ein Blick in die andere Richtung. Der Fisch auf dem Giebel ist übrigens ein Talisman, der das Gebäude vor Feuer, Erdbeben und anderen Katastrophen schützen soll. Das hat eine gewisse Logik, denn wo Fische leben, hat normales Feuer keine Chance.


Das hier ist ein etwas makabrer Ort: Harakiri-maru, wo die Samurai angeblich Selbstmord begangenen haben sollen. In Wirklichkeit, sagt das Infoblatt, das ich am Eingang bekommen habe, war das Gebäude einer der wichtigsten Verteidigungsposten für das hintere Tor.


Noch ein letzter Blick auf den Hauptturm und die dicken Verteidigungsmauern, dann sind Paul und ich zum benachbarten Himeji Kōko-en, einer wunderschönen Gartenanlage, weitergezogen. Der bebilderte Bericht folgt.

Samstag, Februar 11, 2006

"Mein Hobby ist ..."

Ich habe ja erst überlegt, schreib ich es oder schreib ich es nicht, aber da ich über den Satz heute noch lauthals lachen kann, soll der Rest der Welt auch was davon haben.

Lehrreich ist es außerdem, denn es zeigt sehr schön, was passiert, wenn man beim Abschreiben aus dem Wörterbuch nicht aufpaßt mit der Rechtschreibung.

Gestern abend kam Suzana nach einer Stunde lachend zu den Buden gerannt, wo wir anderen Deutschlehrer saßen, und rief:
"Eben sagte mir eine Studentin: "Mein Hobby ist Bogenscheißen"!"

Wegen dieser Sternstunden mag ich meinen Job.

Freitag, Februar 10, 2006

Harapeko aomushi

Ich bin sooo stolz auf mich!!!

Mein Japanisch macht Riesenfortschritte.

Gerade lese ich mein allererstes Buch auf Japanisch.
Das ist gar nicht so leicht, wenn man nur ein winziges Wörterbuch zur Verfügung hat, in dem man viele Wörter nicht oder nur in etwas anderer Form findet.

Aber davon lasse ich mich nicht unterkriegen, und ich habe heute eine ganze Menge geschafft.
Ich weiß ja auch, worum es in dem Buch geht.
Mir fehlen nur noch die letzten drei Seiten, die werde ich mir heute abend nach der Arbeit zu Gemüte führen.

Aber jetzt wollt Ihr ja sicher alle wissen, welche anspruchsvolle Lektüre ich gerade habe.

Also:
*großer, langanhaltender Trommelwirbel*

はらぺこ あおむし (harapeko aomushi),
oder "The Very Hungry Caterpillar",
bei uns bekannt als ...

DIE KLEINE RAUPE NIMMERSATT!!!!

Donnerstag, Februar 09, 2006

Neues vom Tage

Es gibt einige Neuigkeiten, und alle von gestern!
Erstens: André hat mich gestern nach meiner halben Frühschicht abgefangen und gefragt, ob ich Interesse an Demolessons hätte. Das sind buchstäbliche Schnupperstunden von 10 Minuten Länge für potentielle neue Kunden. Klar hätte ich Interesse, habe ich gesagt. Sofort bekam ich das "pre-task" in die Hand gedrückt, meine "Hausaufgaben" für das erste Demo-Training, daß am 17. Februar stattfinden wird.
Zweitens: am 2. März wird Anita aus den USA hier einziehen. Ich hatte also recht: im März kommen viele neue an.
Drittens: Nachdem ich meine verspannte Schulter über eine Woche lang mehr oder weniger tapfer ertragen habe, Dienstag in der Apotheke eine heilende Lotion gekauft und mich am Mittwoch trotzdem nur mühsam bewegen konnte (o.k. ich war nie irgendwo unbeweglich, aber es tat halt weh), bin ich gestern nachmittag nach der Arbeit (und dem Mittagessen mit Nicky) zur Massage gegangen. Praktischerweise gab es eine Praxis gleich im Namba Walk. 15 Minuten für 1.600 Yen. Tat das gut! Inzwischen ist die Verspannung so gut wie weg, aber mein Kollege Alexander hatte mir ja schon gesagt, daß es bei ihm in einem ähnlichen Fall auch noch zwei Tage nach der Massage gedauert hätte, bis nichts mehr weh tat.
Viertens: das Treffen mit Natsuko verlief erfolgreich. Wir beide waren pünktlich, haben uns problemlos gefunden (bzw. sie mich, nachdem ich ihr zur Sicherheit noch die Farbe meiner Winterjacke - hellblau - mitgeteilt hatte). In einem kleinen Café im Untergeschoß des OCAT haben wir uns dann von 17:30 bis 20:00 an einem großen Kaffee (ich) und Eistee (Natsuko) festgehalten und uns angeregt unterhalten. Auf Deutsch. Natsuko spricht fließend, erstens weil sie Germanistik studiert hat und das zweitens zwei Jahre ins Konstanz getan hat. Viel Japanisch habe ich gestern nicht gelernt, aber das war beim ersten Kennenlernen auch ganz in Ordnung. Und weil Natsuko nach eigenen Worten nicht viel Erfahrung im Japanischunterrichten hat, habe ich dann gesagt, daß ich nächstes Mal gerne lernen würde, Wegbeschreibungen zu verstehen und zu geben.
Alles in allem also ein sehr zufriedenstellender Tag.

Montag, Februar 06, 2006

Sprachaustausch

Vor ca. zwei Monaten habe ich mal versucht, über diese Seite an einen Austauschpartner zu geraten, der mir im Austausch für Deutschunterricht mit meinem Japanisch weiterhilft. Ich hatte auch tatsächlich eine entsprechende Anzeige gefunden, aber auf meine Email habe ich nie eine Nachricht bekommen und die Sache dann erst einmal sein lassen.
Am Donnerstag vormittag habe ich mich dann erneut aufgerafft und die Seite noch einmal aufgerufen. Ich muß einfach mehr Japanisch sprechen, sonst wird das nie was. Nach längerem Suchen (hauptsächlich werden Austauschpartner für Englisch gesucht) habe ich dann tatsächlich wen gefunden: Natsuko, (noch) Germanistikstudentin in Osaka, die gerade ihren Abschluß macht und auch danach noch Deutsch sprechen möchte.
Wir haben schon ein paar Emails ausgetauscht, und jetzt geht es nur noch darum, wo und wann genau wir uns am Mittwoch das erste Mal treffen. Bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Wenn man mich sooo lieb bittet...

... dann mache ich bei diesem Kettenbrief halt auch mit.

Vier Jobs in meinem Leben
Dauerstudentin
Elektrikergehilfin
Kinderbetreuerin
Deutschlehrerin

Vier Filme, die ich immer wieder sehen kann
Star Trek IV
Die letzte Metro
Things You Can Tell Just By Looking At Her
Jahrestage

Vier Orte, an denen ich gelebt habe
Löhne, Bad Oeynhausen
Rostock
Moskau
Osaka
(bei mir ist der Trend gen Osten unübersehbar!)

Vier TV-Sendungen, die ich gerne sehe
Star Trek
Die Sendung mit der Maus
Für alle Fälle Amy
Kabarett am Samstag abend auf WDR3

Vier Orte, an denen ich Urlaub gemacht habe
Grafenhausen
s. Punkt 1 bei Sabine
Malojaroslavec
Družnaja

Vier meiner Lieblingsgerichte
Kaffee
Eis
Eiskaffee
eine dicke Stulle mit ganz viel selbstgemachter Leberwurst aus der Amselschänke drauf

Vier Webseiten, die ich täglich besuche
meinen eigenen Blog
siehe die Einträge rechts
spiegel.de
Genki
(thanks, Cari!)

Vier Orte, wo ich jetzt lieber wäre
Bad Oeynhausen (gerade sehr akut)
Moskau
Krakau
Kyoto (das läßt sich machen, aber nicht dieses Wochenende)

Vier Blogger, die das über sich ergehen lassen soll(t)en
Sabine (hat schon)
Patrick (hat schon)
Andreas (hat schon)

Cari (I'd help you with the translation, if you want!)

Merkwürdige Dinge passieren...

Da ist doch über Nacht einfach mein Eintrag von gestern aus meinem Blog verschwunden, und ich habe keine Ahnung warum und wohin!
Immerhin habe ich das Verfassen des Posts nicht geträumt, denn in meinem Postfach war heute morgen die Nachricht über einen Kommentar von Andreas, der mir mitteilt, ich hätte zu diesem Post (also zu dem, der verschwunden ist) keine Kommentare zugelassen. Nix dergleichen habe ich getan!!
Der Post ist jedenfalls weg, auch als ich mich eingeloggt habe und auf "Posts bearbeiten" gegangen bin, war er auch nicht zu sehen.
Sonderbar.
Außerdem merkwürdig ist, daß ich Andreas' Kommentar zwar in meinem Emailfach, aber nicht in meinem Blog habe. Bei dem Eintrag, wo er ihn dann hinterlassen hat, wird zwar unten "5 Kommentare" angezeigt, aber wenn ich mir die Kommentare ansehen will, dann stehen da nur vier, und kein Druck auf die magische F5-Taste kann das ändern.
Ich habe keine Ahnung, was hier abgeht.
Hat irgendjemand da draußen irgendeine Idee?!